Theo Prosel


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Wenn jemand aus dem Rahmen fällt, ist das lange noch kein Beweis, dass er im Bilde gewesen war.

Kleider machen Leute. Aber keine Damen und keine Herren.

Wenn jeder so gescheit wäre wie er sich hält, gäbe es nur Genies.

Halluzi – Nationen scheinen die einzigen Nationen zu sein, die heute die Welt regieren.

Ein Politiker ist oft ein Mann, der alle Prüfungen, die er nicht bestanden hat, den anderen auferlegt.

Der Pelz mancher Frau ist nur das Fell, das einem Mann über die Ohren gezogen wurde.

Es ist komisch: Von einer Frau, die allein steht im Leben, sagt man, sie sei sitzen geblieben.

Es gibt Menschen, die das Fell des Bären teilen, bevor sie ihn uns aufgebunden haben.

Freiheit ist die Göttin, deren Segen in Unterdrückung besteht.

Wie klein wäre die Welt, wenn die Menschen Größe hätten.

Einer, der gerne Geld zählt, ist noch lange kein Kaufmann.

In Zeiten, wo das Geld keine Rolle spielt, spielen Trinkgelder die größte.

Wenn Marconi gewusst hätte, wieviele Menschen täglich durch das Radio geqüält werden, er hätte es nie erfunden.

Die Zeitungen werden durch Druck erstellt, deshalb üben sie ihn auch aus.

Nichts ist ergreifender, als dass wir alle von der Statistik ergriffen werden.

Im Krieg klagt ein Teil den anderen der Grausamkeit an. Wie wenn eine Kriegserklärung das feierliche Versprechen bedeutete, einander nur Wohltaten zu erweisen.

Im Krieg werden sehr gute Geschäfte gemacht. Und doch ist der Krieg das schlechteste Geschäft, sogar für den Sieger.

Galanterie ist die Pflicht der Jugend, darum sind ältere Herren so gerne galant.

Viele Frauen glauben, dass graue Schläfen die Referenzen sind, die die Sünde älteren Herren ausgestellt hat.

Hübsche Frauen reisen auch in den überfülltesten Zügen bequem.

Dem Blick der Frau entzieht sich auch nicht die kleinste Unordnung – in einer fremden Wohnung.

Frauen schwärmen sogar für geschmacklose Kleider, aber nur bei ihren Mitschwestern.

Die Tränen der Frau sind die Hilfstruppen, mit denen sie den Willen des Mannes niederkämpft.

Dummheiten, die ein anderer macht, berechtigen noch lange nicht, dumm zu handeln.

Wenn Lächerlichkeit wirklich töten würde, gäbe es viele Selbstmörder.

Wenn man bei einer eventuellen Sintflut der Letzte sein könnte, der stirbt, würde der Tod beinahe ein Vergnügen sein.

Wenn wir die fremden jungen Mädchen so schützen würden wie unsere eigenen Töchter, wäre die Menschheit bald ausgestorben.

Wenn es wahr wäre, dass ich in jenem besseren Jenseits mit denselben Menschen zusammenkommen müsste, wie im Leben, würde ich heute noch auf den Tod verzichten.

Es müsste doch ein tolles Kunsterlebnis sein, wenn die Theaterstücke und Filme nur von Kritikern geschrieben und auch von ihnen aufgeführt werden würden.

 

aus:

"Allen meinen Freunden und Förderern von Herzen zugeeignet" zum 60. Geburtstag von Theo Prosel (4. Mai 1949).

"Meine Meinung", Ausgabe 1 (Februar 1950) und Ausgabe 2 (April 1950), Herausgeber: Theo Prosel

Nachdruck und Aufführung nur mit Erlaubnis gestattet

 

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